„Was wir hier gemeinsam beschließen, ist eine bisher einmalige Investition. Wir stellen unsere Stadt zukunftssicher auf und leisten einen enormen Beitrag zur Digitalisierung“, zeigt sich Udo Sobieski,
Ratsfraktionsvorsitzender der SPD, erfreut über den gemeinsamen Antrag. Dieser soll in der kommenden Ratssitzung am 23. Juni beschlossen werden. „Die Umsetzung digitalen Unterrichts scheiterte bisher vor allem an den unterschiedlichen Voraussetzungen.“ CDU-Fraktionsvorsitzende Bettina Szelag ergänzt: „Wir sorgen gemeinsam für die Chancengleichheit aller Herner Schülerinnen
und Schüler. Das ist gut angelegtes Geld.“ Von der Investitionssumme von 500.000 Euro sollen in erster Linie digitale Endgeräte angeschafft werden. Diese sollen sich fortan im Bestand der Stadt Herne befinden und den Kindern über ein Verleihzentrum zur Verfügung gestellt werden. Damit der Umgang mit diesen gelingt, sind ebenso Schulungen für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrkräfte angedacht.
Auch die Parteivorsitzenden von SPD, Alexander Vogt und CDU, Timon Radicke, halten diese Investition für essentiell.
„Neben dem aktuell noch laufenden Breitbandausbau in den Schulen wird ein wichtiger Beitrag für digitale Infrastrukturen geleistet. Egal, ob sich die Schülerinnen und Schüler in der Schule oder zuhause aufhalten – Unterricht ist nun überall denkbar“, so Radicke, der selbst als Lehrer arbeitet. Landtagsabgeordneter Vogt lobt die kurzfristige und schnelle Entscheidung auch aus einem weiteren Grund: „Wir wissen alle nicht, was im Herbst passieren wird. Sollte die Pandemie bis dahin noch nicht beendet sein und Unterricht in den Schulenunmöglich machen, haben wir somit nun die Möglichkeit, das Schuljahr dennoch starten zu lassen.“ Damit dies funktioniert, muss die Verwaltung Kauf und Ausstattung von Geräten zeitnah umsetzen
sowie ein Konzept für Verleih und Weiterbildung entwickeln.
Digitalisierung von Schule kann nur durch mutige Investitionen gelingen, die allen gleichermaßen zugute kommen und die rasch umgesetzt werden“, sind sich Sobieski und Szelag einig. „Herne ist die erste Stadt, die solch‘ einen Vorstoß auf diese Weise handhabt.“
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